Monday, February 15, 2010

Entdeckungsreise in den Süden des Subkontinents

Um euch nun endlich einen Eindruck von Indiens Süden zu vermitteln, habe ich die Bilder hochgeladen. In den nächsten Tage werde ich noch erklärendes Textmaterial hinzufügen. Habt bitte noch etwas Geduld ...


New Delhi, Bahnhof 'New Delhi Station':






(Fort) Kochi, Kerala:














Backwater-Tour, im Umkreis von Kochi:








naja, so langsam reicht's!












Ernakulam, Kerala:



Im Zug nach Thiruvananthapuram (aka Trivandrum), Kerala:

So reist es sich doch am bequemsten

Blinde Passagiere besonders hungriger Natur


Sivananda Yoga Vedanta Dhanwantari Ashram, Neyyar Dam, Kerala:

Blick während des "Surya Namaskar" (Sonnengruß)

Dachterrasse für den Yogakurs für Fortgeschrittene

Speisesaal

Satsang hall (Meditation)


Die erbarmungslose Glocke - Aufstehen 5.30 Uhr ...









Endlich ist der Kontakt mit Außenwelt wieder hergestellt!



Auf dem Weg zurück nach Trivandrum:


Stundenlanges Warten auf dem Bahnhof, und kein Zug kommt!

Auf dem Weg nach Kanyakumari, Tamil Nadu, dem südlichsten Punkt Indiens:

na, ob das mit dem Anschlusszug in Kanyakumari doch noch was wird ...?






Kanyakumari, Tamil Nadu:



Auf dem Weg nach Pondicherry, Tamil Nadu:




Pondicherry, Tamil Nadu:





























Auf dem Weg nach Chennai, Tamil Nadu:





Chennai, Tamil Nadu:








Kurz vor der Ankunft in Delhi, 16.Dezember 2009:




Wednesday, November 11, 2009

Ganz alltägliche Korruption

Letzte Woche saß ich mit Freunden mal wieder bei einem abendlichen "Chai", als ein Polizist das Café betrat. Das ist an sich nichts Besonderes, denn die Polizei ist allen Ortes präsent und trinkt auch ab und zu mal einen Kaffee. Der Polizei kam und ging jedoch ohne Kaffee in der Hand. Er stand mit seinem Kollegen eine Weile vor dem Markt und wurde merklich ungeduldig. Er spazierte wieder in das Café, als ich gerade bezahlen wollte. So bekam ich eine eifrige Diskussion zwischen dem Polizisten und dem Angestellten hinter dem Tresen mit. Letzterer war bemüht höflich und freundlich zu bleiben, während der Polizist selbst immer grimmiger dreinschaute. Da alles auf Hindi ausdiskutiert wurde, verstand ich natürlich nur Bahnhof. Als der Polizist endlich weg war, wollte ich aber wissen, was los war. Es stellte sich heraus, dass der Polizist gekommen war, um sich einen kostenlosen Kaffee abzuholen, den man ihn aber zu seiner Überraschung verweigerte. Nicht den Kaffee per se, sondern vor allem das "Umsonst". Das fand der Beschützer von Staatswegen nun reichlich unverständlich, schließlich würden er und sein Kollege den Leuten hier doch helfen und seien bei Problemen zur Stelle. Als Danke könne man ihm nun doch wohl einen Kaffee spendieren. In allen anderen Läden rund um den Markt würde man seine Großherzigkeit jedenfalls gebührend belohnen. Bei Barista stieß er aber an diesem Abend auf (berechtigterweise) taube Ohren. Der Angestellte bemerkte (mir gegenüber) richtig, dass es schließlich seine Aufgabe als Polizist sei zu helfen. Polizisten zeichen sich hier in der Regel weder durch Humanismus noch besonders große Menschenliebe aus, sondern eher dadurch, dass sie versuchen ihr mickriges Gehalt aufzustocken. Das muss nicht auch noch mit einem kostenlos Kaffee belohnt werden.

Thursday, October 29, 2009

Diwali 2009

Ich bin ein wenig überrascht, dass ich an dieser Stelle nicht schon letztes Jahr über Diwali berichtet habe. So möchte ich die Bilder mit einigen zusätzlichen Worten einleiten.
Diwali ist das, wie mir scheint, wichtigste Hindu-Fest im Jahr. Es ist das Lichterfest. Im Grunde ist es eine Kombination aus Weihnachten und Silvester im deutschen Sinne, denn Diwali ist ein Familienfest, es gibt eine Puja (einen Gottesdienst), Geschenke und in der Nacht Feuerwerk.
Wie es im großen indischen Epos, dem "Ramayana", erzählt wird, ist Diwali der Tag, an dem Ram mit Sita nach 14Jahren im Exil nach Ayodhya (in UP) zurückkehrt. Der Legende nach haben an diesem Tag alle Menschen im Ort ihre Häuser beleuchtet, sodass das Paar seinen Weg nach Hause finden konnte. Diwali folgt stets auf Dushera und wird im Oktober oder November gefeiert (der genaue Termin richtet sich wieder nach dem Mondkalender).

Kerze an einem Bus.

Wie im letzten Jahr war ich bei Nanus Familie eingeladen.Hier sind die Vorbereitungen für die Puja zu sehen, das Sonnenrad bestehend aus vielen kleinen Öllämpchen, Gebetsspruch an der Wand sowie "Essen für die Götter".


Chichi und Eshu, die jüngsten in der Runde, hier noch etwas gelangweilt, später extrem aufgekratzt.

Anzünden der Kerzen.

Puja. Chichi war der "Pandit-ji" an diesem Abend, der die Lieder besonders eifrig sang.

Kamlesh, Nanus ältere Schwester, aka "Didi"


Anna und Nanu


Die Damenrunde: Didi, Anna, Aunty (Nanus Mama), die Frau des älteren Bruders

Hier die ganze Runde: Nanu hinter seiner Mama, rechts daneben Lala, der ältere Bruder, und seine Frau, davor Didi, Chichi, Eshu und Adil.

Auffüllen der Kerzen.


Eingangsbemalung.

Und dann ging das Feuerwerk los...

... und alle sind außer Rand und Band ...

Chichi, der Feuerteufel

Häuserzeile in Khirki Extension, gleich um die Ecke, wo Nanus Familie lebt

Am Sonntag nach Diwali waren Anna, Didi und ich noch auf dem Markt, um uns jeweils ein Mehndi (Bemalung mit Henna) machen zu lassen.


Der Sieg des Guten über das Böse - Dushera

Dushera ist eines der vielen Hindu-Feste, die über das Jahr verteilt in Indien begangen werden. Dushera wird im September oder Oktober (es wird nach dem Mondkalender bestimmt) begangen. Gefeiert wird der Sieg von Ram über den Bösewicht Ravana, der Rams Frau Sita nach Sri Lanka entführt hatte. Mit Hilfe seines Brudes Lakshman und dem Affengott Hanuman (wenn ich mich richtig erinnere, bilden die Affen eine Brücke zwischen Indien und Sri Lanka, sodass Ram über das Wasser kommt) findet Ram Ravana und tötet ihn mit einem Pfeilschuss in dessen Bauchnabel, wodurch ihm die Unsterblichkeit genommen wird (erinnert ein wenig an den beinahe unverwundbaren Siegfried). Sita und Ram kehren nach 14 Jahren im Exil in ihre Heimat zurück.


Der Sieg des Guten über das Böse wird symbolisch in der Verbrennung von riesigen Pappmaché-Puppen nachgestellt. Diese stellen Ravana (in der Mitte) und seine Brüder dar.
Im Folgenden einige Impressionen des Tages, wie er in Sheikh Sarai, Phase 1, begangen wurde.





Das Ende des Festumzugs


Die Brandmeister bei der Vorbesprechung





Der Brandmeister legt Feuer im Fuße der Puppen, die für Showeffekte mit Feuerwerk ausgestattet waren.

Fünf Minuten später alles in Rauch und Asche. Die Umwelt sagt Danke!

Was bleibt ...






Wie man sehen kann, habe ich schon lange keine Kamera mehr in der Hand gehabt. Das Verfolgen des Spektakels ist deshalb nur mit geneigtem Haupte möglich. Vielleicht wird so jedoch eine veränderte Perspektive auf das Gesehene ermöglicht.